Zwischen Schorenstrasse und Schäflerstrasse, 181 Wohneinheiten (Baulos I).
Erstellt 1911 - 1914. Eine Gartensiedlung im geschützten Ortsbild. Die Häuser sind 1985 - 1991 aussen saniert worden (Dächer, Fenster, Türen). Ein grosser Teil der Wohnungen und Reihenhäuser sind innen auf einem modernen Stand oder werden bei einem Wechsel entsprechend saniert. Die Reihenhäuser verfügen über einen privaten Sitzplatz und einen Garten, der von der Mieterschaft selber gestaltet werden kann. Ein ideales Wohnangebot für Familien mit Kindern, aber auch für Familienmitglieder, die gerne einen Bastelraum im Keller haben möchten.
Schorenstrasse 26 - 52, 5 Häusern mit total 83 Wohnungen (Baulos II).
Erstellt 1963 - 1965. 1996 - 1997 aussen mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade isoliert. Balkone vergrössert und verglast. Die Innensanierung (neue Küche, Bad und WC) ist in vier Häusern (Schorenstrasse 26 - 46) in den Jahren 2003 - 2004 erfolgt und das fünfte Haus (Schorenstrasse 50/52) wird innen im Sommer/Herbst 2005 auf den neusten Stand gebracht.
Sonnenbergstrasse 33/35 1 Mehrfamilienhaus mit 14 Wohnungen (Baulos II).
Erstellt 1963 - 1965. Aussen teilsaniert 2001(Fenster, Wohnungstüren, Haustüren, Balkone, Fassade streichen).
Dietlistrasse 17 - 27), 5 Mehrfamilienhäuser mit total 48 Wohnungen (Baulos III).
Erstellt 1968 - 1971. 1998 - 1999 aussen mit einer vorgehängten, hinterlüfteten Fassade isoliert. Balkone vergrössert und verglast. Für die Innensanierung (neue Küche, Bad und WC) soll im Jahr 2005 ein Vorprojekt erstellt werden. In den drei grösseren Häusern, Dietlistr. 17 - 27, sind in den Aussenwohnungen bereits 1999 neue Küchen eingebaut worden. Im Jahre 2008 wurde in den 3 Blöcken, Dietlistrasse 17-19 und 25-27 die Küchen, WC, Bäder erneuert. Im 2009 wurden in 2 Blöcken, Dietlistr. 24 und 26 die Küchen, WC, Bäder und bei den 4,5 Zi-Whg. ein beheitzter, vreglaster Balkon als Essplatz eingebaut.
Die ganze Genossenschaft besitzt 326 Wohneinheiten, dazu ist ein städtischer Kindergarten an der Schorenstrasse eingemietet.
Freie Wohnungen/Reihenhäuser siehe unter
Wohnungsmarkt
Lage, Umfeld
Die Siedlung im Quartier "Schoren" ist gegen Westen ausgerichtet und ist deshalb vormittags und nachmittags optimal besonnt, wegen der Hanglage vielfach bis in den Abend hinein. Von der Stadt abgewendet, aber trotzdem nahe, wohnt man hier sehr ruhig.
In einem genossenschaftseigenen Gebäuden an der Schorenstr. 47, führt die Stadt einen Kindergarten, einen zweiten an der Dietlistrasse. Die 1. bis 3. Klasse der Primarschule kann im eigenen Quartier an der Dietlistr. 13/15 besucht werden. Die Kinder können sich auf Rasenflächen bei den Häusern aber auch auf dem grossen Rasenfeld und dem Spielplatz anfangs der Schorenstrasse tummeln. Im Sommer lädt gleich daneben ein Kinderbad zum Planschen ein. Der von der Genossenschaft unterstützte Freizeitclub bietet verschiedene Betätigungen und Kurse für Erwachsene und Kinder an. Im Klubraum an der Dietlistrasse stehen Holzbearbeitungsmaschinen zur Verfügung.
Erreichbarkeit
Zu Fuss:
Über Treppen erreicht man den Hauptbahnhof und das Stadtzentrum in 15 Minuten. Das Naherholungsgebiet des Hätternwaldes (Finnenbahn usw.) grenzt unmittelbar an die Siedlung an.
Mit dem Velo:
Das Stadtzentrum ist, teilweise über Velorouten, nur knapp 2 km entfernt.
Mit dem Bus:
Die Linie 6 "Schoren" verkehrt ab Hauptbahnhof über Blumenbergplatz im 20
Minutentakt, zur Pendlerzeit morgens, mittags und abends sogar alle 10 Minuten. Vom Hauptbahnhof beträgt die Fahrzeit bis "Schoren" 8 Minuten, ab Blumenbergplatz lediglich 6 Minuten (Mo - Fr 05.35 Uhr bis 23.30 Uhr, Sa/So 06.10 bis 23.30 Uhr).
Mit dem Auto:
Von der Autobahnausfahrt "Kreuzbleiche" der A 1 sind es nur ein paar hundert Meter, ebenso von der Hauptdurchgangsstrasse Rosenbergstrasse / Zürcherstrasse.
Entstehungsgeschichte der Siedlung
Gegründet wurde die Eisenbahner-Baugenossenschaft St.Gallen am 17.3.1909. Für die meisten SBB-Angestellten mit niedrigem Lohn war es nicht mehr möglich, eine Wohnung zu einem tragbaren Mietzins zu finden, erreichte dieser doch vielfach 1/3 des Lohnens. Adolf Messmer, "Gehilfe" beim Betriebschef des damaligen Bahnkreises IV der SBB in St.Gallen trat als erster auf den Plan, mit der Idee eine Siedlung zu erstellen. Für die Gründungsversammlung konnte er 300 Personen mobilisieren. 142 Mitarbeiter von SBB, Post, Zoll, Tram und Polizei haben den Beitritt zur neugegründeten Genossenschaft erklärt, obwohl dafür ein Anteilschein von Fr. 300.-- ! zu zeichnen war, ohne Gewissheit, dass je etwas realisiert werden kann. Die Genossenschaftsleitung bestand aus 9 Mitgliedern, deren Arbeit von einem neunköpfigen Aufsichtsrat überwacht wurde. Erster Genossenschaftspräsident war Johann Pfister. Adolf Messmer war es denn auch, der gleichzeitig die Eisenbahner anderer Bahnknotenpunkte zu gleichem Vorgehen animierte und diese Aktivitäten gesamtschweizerisch koordinierte.
Mit bewundernswertem Mut erwarb die Genossenschaft im Gebiet "Schoren", am Westhang des Rosenbergs, für Fr. 150'000.-- das Rohner'sche Gut mit 84'000 m 2 Fläche (Fr. 1.80/m 2). Architekt Paul Gerber, Ulm/D mit Erfahrung im Kleinwohnungs- und Einfamilienhausbau erstellte ein Projekt für eine Siedlung mit Mehrfamilienhäusern, Einzel- und Reihenhäusern (sog. Cottage-Stil). Um es zu verwirklichen mussten zahlreiche Hürden baurechtlicher Art überwunden werden. Juristische Hilfe wurde bei Dr. Hofmann, dem späteren Bundesrat eingeholt und sogar die Kantonsregierung schaltete sich ein und delegierte dafür Regierungsrat Riegg. Endlich im Dezember 1910 erteilte dann die Baukommission der damaligen Gemeinde Straubenzell (gehört heute zur Stadt St.Gallen) die Baubewilligung, so dass die Bauarbeiten am 13.März 1911 aufgenommen werden konnten. Weil kein einheimischer Baumeister das Risiko mit der anscheinend nicht sehr kreditwürdig erscheinenden Genossenschaft eingehen wollte, ging der Auftrag für eine erste Etappe (60 Einfamilien- und 5 Mehrfamilienhäuser; fertig 1.7.1912) an die Firma Renfer, Graber und Co. in Solothurn. Dies änderte sich dann bei der folgenden Etappe (60 Einfamilien- und 9 Mehrfamilienhäuser; fertig 1.11.1914), als die hiesigen Baugeschäfte die Seriosität der Genossenschaft erkannten. Die Mitgliederzahl erhöhte sich unterdessen auf 223. In den Anfängen führte die Genossenschaft im sog. "alten Geschäftshaus"(Schorenstr. 41 - 47) eine Bäckerei, eine Metzgerei, einen Mercerieladen (Kurzwarenladen) und eine Kaffeestube. Bäckerei und Kaffeestube wurden später zugunsten eines Konsums aufgehoben und die Räumlichkeiten der Mercerie (Schorenstr. 47) wurden ab 1921 als Kindergarten genutzt, zuerst durch den 1916 gegründeten Kindergartenverein, seit 1.1.1927 durch die Stadt. Bereits 1915 nahm der "Hülfsverein" im Versammlungslokal des alten Geschäftshauses einen provisorischen Kindergarten mit 40 Kindern in Betrieb.
Mit der Erstellung der fünf Mehrfamilienhäuser an der Schorenstrasse (Baulos II, erstellt 1963 - 1965), wurden der Verkaufsladen (Konsumverein) in einen Neubau an die Schorenstrasse 42 und die Metzgerei ans angrenzende Mehrfamilienhaus Schorenstrasse 38 verlegt. Die freigewordenen Räume wurden zu Wohnungen umgebaut. Wegen ungenügendem Umsatz schliesst die Metzgerei 1988 und die Räume werden dem unter dem Namen MAXI (Bernag-OVAG) geführten Verkaufsladen zugeschlagen, wo sie seither als Lager- und Büroraum dienen.
In den Jahren 1969 - 1971 wurden an der Dietlistrasse in 5 Mehrfamilienhäusern die vorläufig letzten 48 Wohnungen erstellt.